Es war für die neue
Spielleitung, die von Traute Steffen 1991 das erste Mal übernommen
wurde, keine leichte Aufgabe, ein neues Stück zu finden. Nach langem
Suchen sollte es der lustige Einakter "Wi kriegt Besöök" von
Jens Exler werden. Mit diesem Stück, das sechs Mal in der Aula der
Schule aufgeführt wurde, kam der erste große Erfolg für die kleine
Theatergruppe. Die Darsteller bei dem Stück waren: Eckard Schöneich,
Marita Voss, Günter Steffen, Traute Steffen, Ulla Harms und Harald
Winter. In dem Sketch Een Stück Kooken, der vor dem Stück zu sehen
war, spielte Hinni Haß und Ingird Dehnke mit. Die Souffleuse in dem
Jahr war Antje Brockhaus.
Der große Erfolg von 1991 und die gute Kameradschaft in der Gruppe
führte dazu, dass man im Folgejahr einen Dreiakter auf die Bühne
bringen wollte. Der Schwank "Frikadellen" von Erich
Hagemeister wurde von der Spielleitung ausgesucht. Dieses Stück
wurde erstmal zwölf Mal in der Aula aufgeführt. Es spielten mit:
Marita Voss, Günter Steffen, Traute Steffen, Ulla Harms, Eckard
Schöneich, Uwe Gottorf (†), Antje Brockhaus und Ingward Lühr.
Souffleuse: Ruth Gottorf. Für die letzten fünf Aufführungen in
diesem Jahr sprang Jan Steffen als Krankheitsvertretung ein.
1993 wurde von der Bühnenleitung Traute Steffen das Stück "Moral in Müggenhuusen" eine Komödie in drei Akten von Jens Exler
ausgesucht und geprobt. In diesem Jahr sollen die Mitwirkenden
Vorschläge zum besseren Spielablauf einbringen, was die Moral der
Truppe wieder einmal gestärkt hatte. Dieses Stück wurde zwölf Mal in
Laboe und einmal im Sportheim in Wendtorf aufgeführt. Es spielten mit:
Marita Voss, Jan Steffen, Günter Steffen, Ulla Harms, Eckard Schöneich, Lore Seydell, Petra Harms, Ingward Lühr, Traute Steffen,
Uwe Gottorf (†) und als Souffleuse Ruth Gottorf.
Durch die langsam aber stetig steigenden Besucherzahlen kam es 1994
dazu, dass wir das Lustspiel "Rosemaries Vergnögungsstüer" von Franz
W.Schilling fünfzehn Mal in Laboe und einmal in Wendtorf auf die
Bühne gebracht haben. Aber schon bei den Proben zu dem Stück hatten
einige der Darsteller keine Lust, mehr Aufführungen zu spielen. So
wurden von dem einen Bedingungen an die Raumtemperatur gemacht "über
25 C spiel ich nicht" oder von einer anderen "wenn ich so lange
Pause habe kann ich ja Eis essen gehen und nicht hinter der Bühne
warten". Auch wurden bei der Bekanntgabe der Aufführungstermine schon
die Textschwierigkeiten der Personen zum Anlass genommen die
Premiere zu verschieben. Für die neue Spielleitung war das die erste
negative Erfahrung im Umgang mit einigen Leuten. Die mangelnde
Disziplin und die Unstimmigkeiten führten dazu, dass man sich nach der
Spielzeit im gegenseitigen Einverständnis trennte. Aber letztlich kam das Stück doch pünktlich zur
Aufführung. Es spielten: Jan Steffen, Marita Voss, Günter Steffen,
Ulla Harms, Traute Steffen, Hinrich Haß, Petra Harms, Ingward Lühr,
Eckard Schöneich, Nina Meyer und als Souffleuse Ruth Gottorf.
Im Sommer 1995 wurde das Stück "Wer hett, de hett", ein Schwank in drei
Akten von Erhard Asmus, ausgesucht und aufgeführt. In diesem Stück
wirkten mit: Jan Steffen, Ingward Lühr, Traute Steffen, Heike
Engelbrecht, Günter Steffen, Ulla Harms, Uwe Gottorf (†), Ingrid Dehnke
und Hinrich Haß. Für den Bühnenbau waren Helmut Dehnke und Peter
Harms zuständig. Als Souffleuse war wieder Ruth Gottorf tätig und
für den Ton und die Beleuchtung, die diesmal für das Werk notwendig
war, hatte sich Thomas Haß gekümmert. Es wurden sechzehn Aufführungen
in Laboe und außerdem noch zwei Abstecher nach Tökendorf und
Kiel / Elmschenhagen gemacht. Aber auch in diesem Jahr hatten wir so
einige Probleme zu bewältigen. Wir hatten mit dem Vorstand der AWO
mehrere vorausgegangene Unstimmigkeiten über eine
Auslagenerstattung. Denn alles was damals auf der Bühne stand, wie
Kostüme oder Bühnenbild wurde von den Mitwirkenden bezahlt und
beschafft. So wurden auch nötige Anschaffungen immer wieder
blockiert. Daraufhin wurde am 09.12.1995 eine Versammlung von den
aktiven Theaterspielern abgehalten und beschlossen, sich vom
Ortsverein der AWO Laboe zu trennen und einen neuen Theaterverein zu
gründen. Dieser Beschluss wurde dem Vorstand der AWO umgehend
mitgeteilt.
Mit dieser Entscheidung endete der zweite Abschnitt in unserer
Theatergeschichte. |